Mein lieber Maecilius Nepos,

Du wünscht, dass ich mich um die Durchsicht und Verbesserung meiner Bücher, welche Du mir mit soviel Elan besorgt hast, kümmere. Das tue ich. Denn was könnte ich schöneres tun, vor allem wenn Du es verlangst? Denn wenn Du, ein sehr würdiger, gelehrter, beredeter und dazu auch noch sehr beschäftigter Mann - in Zukunft Verwalter einer sehr bedeutenden Provinz -, es für bedeutend hältst, unsere Schriften mit Dir zu tragen, wie sehr muss es mich dann antreiben, dass Dich dieser Teil Deines Gepäcks nicht als überflüssig stört! Ich werde mich folglich bemühen, dass sie Dir sehr angenehme Weggenossen sind, dann aber ebenso, dass Du bei Deiner Rückkehr noch andere findest, die Du vielleicht in diese mit eingliedern möchtest. Es ist mir ein großer Ansporn zu neuem Schaffen, Dich als Leser zu wissen.

Dein Gaius Plinius