Kapitel 45
(1)Vieles wurde von Cäsar in diesem Sinne
gesagt, weswegen er von seinem Vorhaben nicht abstehen könne; weder seine noch
des römischen Volkes Gewohnheit lasse es zu, daß er die Bundesgenossen, die
sich am meisten verdient machten, im Stiche lasse; auch glaube er nicht, daß
Gallien eher Ariovist als dem römischen Volke gehöre (daß Ariovist mehr
Anspruch
auf Gallien habe als Cäsar).
(2) Im Kriege überwunden von Quintus Fabius Maximus seien die Arverrier und Rutener (121 v. u. Z.; die Rutener saßen in Südgallien; Hauptstadt Segodunum, das heutige Rhodez); ihnen habe das römische Volk verziehen und es habe weder (ihr Land) zu einer Provinz gemacht noch ihnen einen Tribut auferlegt.
(3) Wenn also gerade die älteste Zeit
(die Länge der Zeit) in Betracht gezogen werden müsse, so
sei die Herrschaft des römischen Volkes in Gallien die rechtmäßigste; wenn
(dagegen) die Entscheidung des Senats befolgt werden müsse, so habe Gallien
frei zu sein, von dem er gewollt habe, daß es wenn auch im Kriege besiegt,
seine eigenen Gesetze habe (seine Unabhängigkeit
behalte).