Kapitel 19
Später wurde Piso als Quaestor mit den
Amtsbefugnissen eines Praetors nach Nordspanien geschickt, und zwar auf die
Initiative des Crassus hin, weil dieser wußte, daß er ein unerbittlicher
Gegner des Pompeius war. Doch hatte der Senat Piso die Provinz recht
bereitwillig abgegeben, weil es ihm darauf ankam, eine so zwielichtige
Persönlichkeit aus dem engeren Bereich des Staates fernzuhalten, und auch
deshalb, weil mehrere staatstreue Bürger in ihm eine Art Schutz gegen die
damals äußerst besorgniserregende Machtstellung des Pompeius sahen. Doch wurde
ebendieser Piso in der Provinz von spanischen Reitern, die im Heere seinem
Befehl unterstanden, auf dem Marsche umgebracht. Einige sagen, sein ungerechtes,
überhebliches und bis zur Grausamkeit gehendes herrisches Benehmen hätten die
Barbaren nicht ertragen; andere jedoch behaupten, jene Reiter, alte und ergebene
Gefolgsleute des Pompeius, hätten mit dessen Billigung Piso überfallen: noch
niemals hätten Spanier so etwas gemacht, sondern schon früher des öfteren
grausamen Machtmißbrauch ertragen. Wir lassen diese Sache auf sich beruhen. Die
Information über die erste Verschwörung dürfte damit ausreichen.
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